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Wichtiges zum Inklusivgehalt – was es zu beachten gibt

Wird einem von einem neuen Arbeitgeber als Vergütung ein Inklusivgehalt angeboten, gilt es den Dienstvertrag gründlich zu überprüfen. Am besten von einer sachkundigen Instanz wie der Arbeiterkammer “AK”.

  • Der Begriff “Inklusivgehalt” hört sich auf den Ton attraktiv und verlockend an für einen Bewerber/in das Abeitsangebot anzunehmen.

In diesem Review zum Thema Jobwechsel und Gehalt, stellt euch der Mitfahrangebot Österreich Newsblog ein Praxis Beispiel vor, bei welchem sich ein Arbeitgeberwechsel aus finanziellen Gesichtspunkten finanziell nicht lohnen würde.

Fachliche Gründe für einen Jobwechsel lassen wir mal außer Acht, am Ende zählt das Nettogehalt am Monatsende für den überwiegenden Anteil der österreichischen Arbeitnehmer/innen.

“Vor dem Setzen der Unterschrift unter dem neuen Dienstvertag ist deshalb nachdenken & prüfen angesangt, anstatt einer voreiligen/unüberlegten Zusage auf ein auf den 1. Blick attraktives Job Angebot.”

Grundgehalt <- versus -> Inklusivgehalt:

2 wichtige Begriffe im Vertrag!!!

In einem Inklusivvertrag sind beim Punkt der Vergütung / Bezahlung zwei Gehaltsbegriffe schriftlich eingetragen:
das Grundgehalt wird ausgewiesen mit dem Betrag X in diesem Beispiel 2000€ und auch auf das Inklusivgehalt mit dem Betrag X in diesem Beispiel 2900€ wird hingewiesen. Die Differenz zwischen 2000€ (Grundvergütung) und 2900€ (Inklusivvergütung) beträgt 900 Euro. Mit diesem Betrag werden vom Arbeitgeber sämtliche Überstunden abgegolten – keine Angst, auch hier gibt es maximale gesetzliche Vorgaben bzgl. der Anzahl. Man sollte jedoch mit 20 Überstunden pro Monat im schlimmsten Fall rechnen.

Oh Schreck, oh Schreck! Bei einem All-In Gehalt bzw. Inklusivgehalt zählt bezgl. der Berechnung des 13. Jahresgehalts (Urlaubsgehalt) nicht als Bemessung das All-in Gehalt sondern schlicht nur das Grundgehalt. Ebenfalls wird für die Berechnung des 14. Gehaltanteils nur das Grundgehalt berechnet. Foto: Mitfahrangebot.at/news

Der Teufel versteckt sich im Detail – das “Grund” Gehalt

Die Fallstricke verbirgt sich jedoch nicht in den Überstunden, um den gravierensten Nachteil eines Inklusivgehalts zu erkennen, wartet man als Arbeitnehmer/in am besten auf die Auszahlung des 13./14. Monatsgehalts. Spätestens dann blüht vielen betroffenen Arbeitnehmer/innen das sprichwörtlich Böse Erwachen, nach Freude auf den neuen Job.

  • Der Grund hierfür: für die Berechung des Urlaubs- und Weihnachtsgeld wird nicht das Inklusivgehalt hinzugezogen, nein! Jediglich das Grundgehalt zählt für die Berechnung des 13./14. Jahresgehalts.

So kann es durchaus passieren, dass ein/e Angestelte/r nach einem beruflichen Wechsel zu einer auf den ersten Blick “höheren” Vergütung im Nachhinein und real gerechnet weniger verdient als zuvor.

Das gibt es nicht in der Praxis? Weit gefehlt, ein Beispiel:

Mitarbeiter/in X verdient beim aktuellen Arbeitgeber 3670€ ohne Überstunden an Grundgehalt. Sie/Er entscheidet sich zu einem Wechsel mit einem Inklusivgehalt von 3900 und einem Grundgehalt von 2900€. Plötzlich bemerkt der/die neue Mitarbeiter/in, dass ihr 13. und 14. Gehalt viel niedriger ist als bei Ihrem alten Arbeitgeber. Nach etwas Recherche im Internet, wird in Erfahrung gebracht woran das plötzliche “Weniger” an Gehalt liegt.






Jetzt ist es aber zu spät, bei der alten Firma wurde gekündigt und die neue Firma hat auf den Umstand nicht aufmerksam gemacht, dass für das Urlaubs- sowie Weihnachtsgeld nur das Grundgehalt für die Berechnung herangezogen wird und nicht das Inklusivgehalt zählt.

Firmen verschweigen gerne Fakten zum Inklusivgehalt:

Man könnte lapidar sagen “dumm gelaufen” für den finanziellen Verlust, denn eigentlich sollte sich ein Jobwechsel finanziell ja lohnen. Und viele Arbeitgeber klären potentielle neue Mitarbeiter/innen nicht über diese harten Fakten auf – wen wundert es, schließlich ist es die Aufgabe jeder Recruiting / HR Arbeitlung neue Jobs mit möglichst fachlich guten Kandiaten/innen zu besetzen – jedoch zum möglichsten günstigsten Gehalt als langfristigen Vorteil für die Firma ;-o(

Fazit: passt vor einem Arbeitgeber Wechsel auf, informiert euch und erspart euch im Falle eines auf den ersten Blick sehr attraktiven ALL-IN aka Inklusivgehalt beim 13. und 14. Jahreslohn eine finanziell bittere Entäuschung.

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