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Autos, Mitfahren, Geld sparen – der Blog zum Thema Mobilität in Österreich.

Österreich – immer weniger Geld für die Autoinstandsetzung vorhanden

Die Finanzkrise beschränkt sich nicht ausschließlich auf Kommunen und Gemeinden, auch klamme Autofahrer/innen haben immer weniger Geld übrig um Ihre Fahrzeuge in einem ausreichenden Zustand im Stand  zu halten. Der Sparzwang ist mittlerweile so enorm geworden, dass während den Wintermonaten Reifen verwendet werden, die mehr als 3 Jahre alt sind und deren Profiltiefe nicht mehr ausreichend ist. Dies ist natürlich gegen geltendes Straßenverkehrsrecht. Im Schadens- bzw. Unfallfall riskiert man hohe Strafen.  Auch der technische Zustand vieler Fahrzeuge ist zwar kurz nach der verpflichtenden TÜV Untersuchung (auch „Pickerl“ genannt) okay, nimmt jedoch stetig der gefahrenen Straßenkilometer kontinuierlich ab.

Reparaturen in KFZ Vertragswerkstätten sind teuer

In der Überschrift liegt die Betonung auf „.. in KFZ Werkstätten..“ denn objektiv betrachtet ist das Material und die Ersatzteile proportional zu den Arbeitsstunden eines Mechanikers in Österreich als günstig bis sehr erschwinglich zu betrachten. Eine nagelneue Lichtmaschine (LIMA) für einen VW Polo gibt es im Onlineversandhändler wie www.pkwteile.at bereits in der Preisklasse unter 70€ zu kaufen. Aus eigener Erfahrung sind es Autoteile im Motorraum oder unter dem PKW Boden welche nach fast einem Jahrzehnt Ihre Funktion aufgeben und defekt werden. Bei einigen Herstellern und Modellen treten schwere technische Verschleißerscheinungen bereits ab vier bis fünf Jahren auf. Lässt man diese fachmännisch in der Werkstatt richten, könnte man mit dem Gedanken spielen sich gleich ein nagelneues Auto zuzulegen.

Das Do-it yourself Prinzip erlernen

Als ich das erste Mal Hand mit Schrauben- und Kreuzschlüssel an meinem noch recht mechanischen VW Polo mit dem Baujahr 92 angelegt hatte, waren die Erfolge doch recht bescheiden. Das obwohl ich ein bebildertes Fachbuch mit dem fast diplomierten Titel „Selber reparieren“ besaß.  Hinzu kam, dass in alten Autos recht wenig bzw. eine technisch bescheidene „On Board Elektronik“ via Stromkreislauf verbaut sind. Ein klarer Vorteil für uns ungelernte Hobby Tüftler/innen! :-)

1. Aufgabe/Übung – Säubern der Zündkurzen

Um den Schwierigkeitsgrad gering zu halten und für Fahrer/innen welche jetzt Lust bekommen haben selbst Hand an Ihrem Automobil anzulegen ist das Reinigen der Zündkerzen ein guter Einstieg. Mit einer Metallbürste werden die Zündkerzenköpfe von Ruß und Verunreinigungen befreit. Der Effekt ist, dass der eingespritzte Treibstoff effektiver verbrannt wird und dadurch wird auch weniger Benzin verbrannt. Für den Aus- bzw. Einbau der Kerzen wird natürlich ein passender Zündkerzenschlüssel benötigt, dies ist jedoch eine einmalige Anschaffung. Das gesparte Geld wenn man die Wartung selbst durchführt kann sich jeder selbst zusammenrechnen.

2. Aufgabe/Übung – Batterie ausbauen

Nicht lachen, bei einigen KFZ Modellen wird bereits das Ausbauen der Batterie im Winter z.B. für den Zweck des Aufladens an einem externen Charger (Ladegerät) zuhause in der warmen Wohnung zur Farce. Ohne passendes Schraubwerkzeug sind angerostetet Muttern etc. nur schwer zu entfernen.
Tipp: Sind Schraubenteile sehr fest angerostet dann hilft oftmals das Besprühen WD-40 Spray

3. Aufgabe/Übung – lockeren Auspuff festigen

Für diese Vorhaben sollte man sich Kleidung anziehen welche man z.B. für die Gartenarbeit verwendet, denn man bekommt zwangsweise etwas Schmutz unter der Karosserie ab. Besonders ab Laufleistungen über 150.000 reißt gerne die Gummiring Befestigung des hinteren Schalldämpfer Trägers ab. Reißt dieser Ring (die einzige Befestigung am Ende des Auspuffs!) so kracht dieser bei voller Fahrt auf den Asphalt. Glücklicherweise blieb meiner dabei instand und es waren keine äußerlichen Beschädigungen außer leicht Schleifspuren sichtbar. Ersatzteilpreise dies bezgl. sind hier aufgelistet – Link für einen Endschalldämpfer
Der OEAMTC bei welchem ich seit Jahren Mitglied bin hat den losen Endschalldämpfer mit Plastikriemen temporär befestigt so dass ich die Fahrt nach Hause zurück antreten konnte. Leider jedoch nur eine temporäre Lösung, denn durch die heißen Abgase und ständige Hitzetemperaturen an der Karossiere Unterseite (besonders im Sommer) reißt diese improvisierte Notlösung aus Plastik nach spätestens 100 Kilometern wieder ab.
Mit einem Wagenheber wird das hintere Teil des Autos angehoben auf der Seite der Abgasrohröffnung. Die benötigten Gummiringe (kosten im Ersatzteileversand ca. 5€ pro Paar) werden mit einem flachen Schraubenzieher nachdem dem der Auspuff über der Aufhängung fixiert wurde aufgezogen.

Fazit: Wenn man sich für den Einstieg in die Selbstreparatur diverser Kleinigkeiten am eigenen Auto entscheidet, benötigt man kein exzellentes handwerkliches Geschick. Auch der Zeitfaktor ist nicht sonderlich hoch, dass man als Berufstätiger Mensch einen Großteil seiner Freizeit dafür investieren muss.

Der Sparfaktor ist immens, das liegt simpel gesagt an den „sau“ teuren Arbeitsstunden in Werkstätten. Kein Wunder dass der Onlineversandhandel seit Jahren boomt und Zuwachszahlen im Verkauf im zweistelligen Bereich verzeichnet.

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